Seit etwa einem Jahr arbeite ich, nach der Geburt meines Sohnes nun wieder. Und ich kann nur sagen es ist toll. Mal am Theater und mal bei dem schwedischen TextilKonzern. Ich kann es jedem Schauspieler nur empfehlen ab und zu in den "normalen Arbeitsalltag" zurück zu kehren. Umso besser fühlen sich auch kleine Rollenangebote an. Ich will, genau wie jeder andere Schauspieler auch, immer gern Hauptrollen spielen, aber derzeit ermöglicht mir das bürgerliche Beruf ein Leben jenseits von Existenzängsten. So kann man ganz entspannt auch mal für ein schmaleres Geld arbeiten. Zugegeben schön ist das nicht aber sehr Befriedigend.
Gerade hatte ich mal wieder eine Diskussion mit einer Schauspielkollegin, die mir sagte das es für mich nicht gut sei einem Geregelten Job nach zu gehen, da ich ja nicht flexibel genug sei um Anfragen von Castern, Theatern, etc. nachzukommen. Das ist ein Irrglaube. Mein Arbeitgeber weiß von meinem Beruf und es gibt viele Wege um flexibel zu zu bleiben. Es ist sicher aufwändiger Termine frei zu bekommen, aber dafür kann ich mir auch den zweiten Kaffee bei Balzac, dort saß ich mit meiner Kollegin, noch leisten. Während sie am Leitungswasser nuckelt und auch nicht mehr Schauspielerisch tätig ist als ich.
Da könnte man neidisch werden, denn eine Freundin hat mich eingeladen bei Ihr ein paar Tage zu verbringen. Ich muß sagen es ist ziemlich fantastisch hier. Wir haben den ganzen Tag in der Sonne verbracht.
Einziger Stresspunkt:
Ab 1.Juni bin ich wieder einmal arbeitslos ohne Anspruch auf ALG1 oder 2.
Das heißt ich muß wiedermal in einem anderen Beruf arbeiten als ich eigentlich will. Bisher habe ich keine Aussicht auf einen Job. Dazu müßte ich eigentlich in Hamburg auf Jobsuche gehen. Aber ich dachte mir ich finde schon was und genieße noch schnell eine unbeschwerte Woche am See.
Drückt mir die Daumen das es fürs Weihnachtsmärchen wieder ne Anfrage gibt.
Liebste Grüße mit Blick auf die Schweizer Gletscher
Pegan
Dank Kabel1 kann ich mal wieder die Serie, die ich als Kind so gern sah, genießen. Es handelt sich dabei um, Kenner haben es bereits erkannt, "Unsere kleine Farm".
Pünktlich zur Sendezeit möchte mein Sohn sein zweites Frühstück zu sich nehmen. Da ich noch stille kann ich dabei Prima Fernsehen. Wie schön das ich mir nicht Frauentausch ansehen muß.
Nun fiel mir Heute, oder war es Gestern, auf das ich mich wie Harriet Oleson benehme. Zumindest was meinen Sohn betrifft. Als ich einer Freundin davon erzählte wurde dies zwar nicht bestätigt, aber ich bin mir sicher das ich eben die gleichen zickigen, eitlen und unsympathischen Züge habe. Ich denke weiterhin über eine Namensänderung in Harriet Olesen van Pelt nach.
Gute Nacht
Ich habe diese Sängerin gerade bei YouTube gefunden und möchte sie kommentarlos Euren Ohren gönnen.
http://www.youtube.com/watch?v=BUAB-oPnxk4
Juhuu,
beim dritten Anlauf "Fettes Schwein" von Neil LaBute hat endlich alles geklappt. Nachdem ich beim ersten Mal meine Schwangerschaft feststellte bevor der Vertrag unterschrieben war und beim zweiten Mal gerade sechs Wochen vor dem Vorsprechen entbunden hatte, werde ich im Februar 2008 in Paderborn mit den Proben beginnen. Das klappt super mit dem Babyjahr.
Das Ergebnis eines weiteren Vorsprechens steht noch aus.
Unglaublicherweise war ich dieses Mal vorbereiteter als je zuvor. Dabei hätte ich gedacht: So verpeilt wie ich seit der Geburt bin kann das gar nichts werden. Wie soll ich mir denn bitte den Text merken, oder die Namen derer die mich einstellen sollen?
Nun denn es ist keine Befürchtung eingetroffen. Außer das ich eine Rolle versemmelte, weil ich die ganze Zeit an meinen Sohn dachte der mit meiner Mutter im Nebenzimmer auf mich wartete.
Ich möchte meiner Freude Ausdruck verleihen und laut
JUCHEE
rufen.
In diesem Sinne ein schönes Wochenende.
In den letzten Jahren habe ich so einiges getan, nur um arbeiten zu können. Und ausgerechnet in diesem Jahr, welches ja eigentlich mein Babyjahr ist, werde ich immer wieder zu Vorsprechen eingeladen, für Filmprojekte besetzt und als Regisseurin gebucht.
Wie ist das möglich?
Liegt es wirklich nur daran, das ich mich eigentlich auf etwas ganz anderes konzentrieren wollte?
Wie auch immer. Ich bin sehr glücklich über diesen Zustand des "Gefragt Seins". Bitte immer weiter so.
Manchmal geschehen Dinge von denen man gar nichts Wissen will.
So habe ich heute eine DVD meines allerersten Castings zugeschickt bekommen.
Zum Glück ist es schon eine Weile her. Ich habe so ziemlich jeden Fehler den, man so machen kann, gemacht. Ich frage mich allerdings warum ich das jetzt noch zugesandt bekomme.
Wahrscheinlich hat irgendein Cutter Erbarmen mit mir gehabt und wollte dafür sorgen das ich diese Fehler nie wieder begehe.
Vielen Dank an dieser Stelle.
Dieser verlief, obwohl mehr zu drehen war, wesentlich ruhiger als der Erste. Nachdem wir für die ersten Einstellungen eine halbe Ewigkeit brauchten, ging es fließender voran, je später es wurde.
Und dabei war ich extra um 7Uhr aufgestanden. Denn ich hatte ja am Vortag gelernt, das ich mindestens drei Stunden Zeit brauche um mein 20er Jahre Look herzustellen. Dies dauerte nun nur noch eine Stunde. Also gab es ein ausgiebiges Frühstück mit der Familie. Und eine recht entspannte Fahrt zum Drehort.
Es gibt eigentlich nicht viel mehr zu berichten, denn der Tag verlief so Reibungslos, wie man es sich nur wünschen kann. Wir haben sogar pünktlich mit Drehschluß die letzte Szene geschafft.
Das einzige was mich nun quält ist eine kleine Erkältung, denn ich hatte nicht mit kühlem Wetter gerechnet.
Bereits am 11.Juni soll der Film fertig geschnitten sein. Ich bin gespannt.
Die ersten beiden Bilder haben wir heute gedreht.
Da keine Maske abkömmlich war und ich das irgendwann mal gelernt habe, durfte ich mich selbst "schön" machen. Das hat heute morgen drei Stunden gedauert. Ich habe das letzte mal vor zwei Jahren Lockenwickler in der Hand gehalten, geschweige denn sie mir selbst auf den Kopf zu zwirbeln. Allein hierfür benötigte ich schon eine Stunde. Dann fuhr ich mit dem Make-up fort. Das ging relativ fix. Eine halbe Stunde, bis zu dem Zeitpunkt an dem ich mich entschied Wimpern zu kleben.
Die letzten Wimpern die ich irgendwo hin klebte waren bei einer Opernvorstellung. Das Publikum saß weit weg von mir. Da ist es egal wo die Dinger kleben, Hauptsache sie sind dran. Heute wollte ich für die Nahaufnahmen aber besonders gut aussehen. Ich klebte als die linke Seite wie immer zuerst.
Toll.
Das klappte auf Anhieb.
Dann das rechte Auge. Da ging überhaupt nichts. Ich weiß nicht. Vielleicht habe ich eine spezielle Beschichtung auf meinem rechten Augenlied, das dem Kleber keinen Haftgrund gibt. Ich bin fast wahnsinnig geworden, denn immer wenn die Wimpern an einer Seite klebten, lösten sie sich auf der anderen Seite. Ich habe eine ganze Stunde gebraucht um die Wimpern an meinem Lied zu befestigen.
Könnt Ihr Euch vorstellen wie man sich da fühlt? Vor allem weil es längst elf Uhr war und ich um Elf am Drehort sein sollte.
Ich rief also meinen Regisseur an und sagte ihm das ich noch mehr Zeit benötigen würde. Zum Glück dauert beim Film ja immer alles länger als geplant und so kam es das er sowieso noch nicht mit dem anderen Darsteller abgedreht sei.
Zum Glück, denn ich hatte noch einen halbstündigen Weg vor mir.
Kaum war ich da konnte ich auch schon jemanden finden der die letzten Kniffe an meinem Kostüm in Ordnung brachte. Und meine mühsam aufgedrehten Locken, die gar keine Locken geworden waren, genau genommen waren meine Haare so glatt wie immer, gefielen dem Regisseur.
Für die Aufnahmen haben wir genau eine halbe Stunde gebraucht.
Da hat sich das frühe Aufstehen doch gelohnt.
Morgen Früh geht es weiter. Hoffentlich mit etwas willigeren Wimpern.
Das ich durch das Stillen Haarausfall haben würde war mir klar, aber ich dachte nicht das es so stark sein könnte.
Heute habe ich den Sinn dieser seltsamen natürlchen Reaktion des Körpers auf das Stillen entdeckt.
Wenn mein Sohn mir an den Haaren zieht tut es nicht weh, da die Haare einfach ausfallen.
Das nenne ich klug eingefädelt von Mutter Natur.